Trägheit

Die Trägheit, sei es jene des Geistes oder die des Herzens, steht am Ende einer ganzen Reihe von Verfehlungen im menschlichen Handeln. Sie ist das zwangsläufige Ergebnis von maßloser Trink- und Esssucht, die, wenn über Jahre praktiziert, nicht nur die Sinne auf Dauer zerstört sondern auch den gesamten menschlichen Körper um Jahre schneller Altern lässt […]

Faulheit

In den bekannten möglichen Umschreibungen zu den sieben lateinischen Begrifflichkeiten der Urlaster finden sich interessanter Weise, neben den Menschen fehlleitenden Emotionen wie Eifersucht, Neid oder Zorn, auch negative passive Charaktereigenschaften wie Feigheit oder Hochmut. Aber auch aktive – aktiv von daher, weil mit jenen Untugenden, wie zum Beispiel der Gefräßigkeit oder der Ausschweifung auch immer […]

Feigheit

Feigheit ist zunächst die vorwerfbare (kritisch gesehene) Neigung, sein Handeln durch Angst oder Furcht bestimmen zu lassen. Sie ist ein seelischer Zustand, in dem sich jemand aus Furcht einer Gefahr, dem Schmerz oder dem Tod nicht stellt und aus der Sicht Dritter häufig ehrlos zeigt. Platon hat den Tyrannen als den ängstlichsten aller Menschen beschrieben, […]

Ignoranz

Charaktere von hochmütiger Natur neigen oft auch zur sogenannten „Ignoranz“ – dem bewussten Verleugnen, dem nicht wahr haben wollen, dem wissentlichen Verneinen von Umständen, die der eigenen Vorstellung des Hier und Jetzt, um des eigenen Seelenfriedens und Wohlbefindens zu Liebe, entgegen stehen könnten: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Der Gipfel der Ignoranz […]

Verdrießlichkeit

Der Begriff der sieben Todsünden wird u.a. gleich auch immer mit der Notwendigkeit von Enthaltsamkeit weltlicher Sinnesfreuden, gar großer Askese in Verbindung gebracht. Dies trifft in der Form natürlich nicht zu. Wie bei den meisten Dingen geht es auch beim Sündenkatalog um das richtige Maß, um die Verhältnismäßigkeit von Handlung und Auswirkung. Der Mensch kommt […]

Melancholie

Die Melancholie beschreibt einen seelischen Zustand der Schwermut und Traurigkeit welcher keines bestimmten Anlasses bedarf sondern eher einen bestimmten Wesenszug eines Menschen umschreibt der sich, in besonders schweren Fällen, auch in Form von Depressionen äußern kann. Der Ursprung der begrifflichen Nähe zu den sieben Todsünden findet sich im Mittelalter, wo die Melancholie als Mönchskrankheit bekannt […]