Genusssucht

Die negativen Charaktereigenschaften, welche der Sünde „Luxuria“ zuzuordnen sind, umschreiben, neben dem hemmungslosen Ausleben des eigenen Geschlechtstriebes, eigentlich auch immer die Maßlosigkeit im Umgang mit Sinn erweiternden oder auch betäubenden Stimulanzien, aber auch das Übermaß im Verzehr von Nahrung, welche die Notwendigkeiten des alltäglichen Bedarfs, rein aus dem Antrieb der „Genusssucht“, mehr als deutlich überschreiten. […]

Ausschweifung

Die Ausschweifung beschreibt umgangssprachlich die Zügellosigkeit einer bestimmten Tätigkeit. Diese kann sexueller Natur sein (siehe auch Wollust), aber auch der maßlose Genuss anderer Sinnesfreuden wie Essen und Trinken können ausschweifend zelebriert werden. So ist es wenig verwunderlich, dass man bei der Verwendung dieser Begrifflichkeit als erstes an die ausschweifenden Gelage römischer Kaiser und Senatoren denkt, […]

Wollust

Das Thema Sexualität ist bis heute für die katholische Kirche ein eher heikles Thema, für den Erhalt der Familie zwar erduldet, aber nicht weiter thematisiert. Denn das für die Zeugung von Nachwuchs ein Mindestmaß an Lust, auch abschätzig Fleischeslust genannt, vorhanden sein muss, ist auch den Glaubensvertretern ganz sicher nicht verborgen geblieben. Dennoch hält sich […]

Unkeuschheit

Im Kontext des Christentums steht der Begriff der Keuschheit (keusch aus lat. conscius, „bewusst“, lat. Castitas), für eine erstrebenswerte, sittliche Tugend des Menschen. Gleich bedeutend mit dem ethischen Konzept der Mäßigung, welches über die reine sexuelle Komponente dieses Begriffes weit hinaus geht. Die Keuschheit einer Person umschreibt somit vor allem auch dessen natürlich erworbene Schamhaftigkeit […]