Ira- Wut

Bleistift, Farbstift, Aquarell
Wvz. 4679
Format: 700 x 500 mm
Februar 2011

Im Gegensatz zu seinen Wortverwandten, rund um die Interpretierbarkeit der lateinischen Begrifflichkeit „IRA“, wie Zorn oder Hass, scheint die Wut eher ein rein persönlicher, eher spontan auftretender Gemütszustand, von nur begrenzter Dauer, zu sein. Der kollegiale Zustand dieser Art wird somit auch nicht als Volks- Wut, sondern als Volkszorn erklärt.
Wütend kann man auf sich selber, auf einen Anderen oder über einen bestimmten Umstand sein, was zumeist dadurch eingeleitet wird, dass man sich über etwas geärgert hat.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie wir als Kinder oft das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt haben. Schon der Name dieses beliebten Gesellschaftsspieles suggeriert was man beim Spielen tunlichst vermeiden sollte – nämlich sich zu ärgern. Aber wenn ein Mitspieler mehrfach durch einen Anderen, kurz vor dem Ziel, immer wieder aus dem Spiel gekickt wurde, dann entlud sich der Ärger darüber auch hin und wieder darin, dass alle Spielfiguren samt Brett vor Wut vom Tisch gefegt wurden.
Die Wut verleitet somit u.U. zu unkontrollierbarer Aggression, die in ihrem Ausleben meist zu einer gewissen Befriedigung, Genugtuung und/oder Abklingen dieses Gemütszustandes führt.