Invidia - Eifersucht

Bleisitft, Farbstift, Aquarell
Wvz. 4624
Format: 700 x 500 mm
August 2010

Die übersteigerte Verlustangst in einer Beziehung führt zur Eifersucht auf den eigenen Partner, in dem man in jedem weiteren Mitmenschen einen vermeintlichen Nebenbuhler erkennen will. Aber auch die größere gesellschaftliche oder berufliche Anerkennung des Partners, eines Freundes oder Bekannten, können Gefühle der Eifersucht entflammen.

Doch auch schon ein Kind hat unter Umständen mit der Eifersucht zu kämpfen, wenn die Eltern den Geschwistern mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung entgegen bringen. Während die Eifersucht des Kindes in der Regel verschwindet, wenn es von seinen Eltern ebenfalls die gleiche Zuwendung erfährt, verlangt ein eifersüchtiger Partner meist darüber hinaus nach einer uneingeschränkten, ausschließlich ihm geltenden Aufmerksamkeit.

Kaum ein Mensch ist wahrscheinlich wirklich frei von Eifersucht und ein jeder hat sicher schon einmal dieses leidliche Gefühl kennengelernt, welches sich erst in nagender Form ankündigt und dann im leidvollsten Fall zur totalen Raserei führen kann. Denn während das Gefühl von Wut oder Zorn von eher spontaner Natur sind und ebenso schnell wieder verschwinden können wie sie einen übermannt hatten, so ist die Eifersucht mehr schleichender Art, welche den Menschen nach und nach immer mehr für sich einnimmt und einem Pulverfass gleich, sich im schlimmsten Fall in Übersprunghandlungen, in Form von aktiver oder passiver Gewalt entlädt. Das häufigste Tatmotiv bei Kapitalverbrechen ist somit auch die Eifersucht.

Das besonders prekäre an der Eifersucht ist vor allem auch die Tatsache, dass sie immer eine Art von menschlicher Beziehung vor raus setzt und somit unter Umständen, über einen längeren Zeitraum hinweg, nicht nur zur großen Belastung für den Betroffenen selber wird, sondern auch für dessen Umfeld.