Invidia - Argwohn

Bleisitft, Farbstift, Aquarell, Pastell
Wvz. 4755
Format: 700 x 500 mm
Dezember 2011

Der Argwohn gegenüber seinen Mitmenschen, heute eher sprachlich als Mistrauen umschrieben, wird vor allem durch die Angst vor eigenen persönlichen Verlusten motiviert und geprägt. Verlust heißt ja somit auch: Da nimmt mir jemand etwas weg.

Von daher werden alle Einflüsse, welche die eigenen individuellen Interessen einschränken, aber auch die aktuell gesellschaftlichen Begebenheiten zum Wanken bringen könnten, mit größtem Argwohn betrachtet.

Dieses Phänomen des Argwohns und des sich belauern, lässt sich natürlich auch auf das große Ganze projizieren. Zum Beispiel auf das ewige Spiel um die weltliche Macht: Immer wieder ausgetragen zwischen den religiösen Streitern Gottes und den rein politisch, pragmatisch orientierten Kräften, welche sich heute, hier zu Lande, in einer Art Burgfrieden befinden, anderenorts allerdings, immer noch in größtem Misstrauen gegenüber stehen.