Avaritia - Habsucht I.

Federzeichnung, Farbstift, Aquarell, Tusche
Wvz. 4270
Format: 700 x 500 mm
Januar 2008

„Habsucht I.“, das erste Blatt, aus dem Jahr 2008, zu einem neuen Thema, einem neuem Zyklus.

„Die 7 Todsünden“ in einem umfangreichen Zyklus, in all seinen möglichen Facetten der Interpretierbarkeiten thematisch und auch vielseitig – inhaltlich zeichnerisch nachkommen zu wollen, braucht Zeit und muss vor allem auch gedanklich reifen.

Der erste Gedanke (wenn auch später dann verworfen) war ursprünglich, die sieben Urlaster durch den Habitus einzelner Protagonisten, umgeben von sinngebenden Requisiten, darstellen zu wollen. Dies wurde hier erstmals, in diesem Blatt, in Szene gesetzt: „Machen sie Ihr Gold zu Geld“.

Geld und Reichtum, nur dem Selbstzweck oder der weiteren Vermehrung dessen selber dienend, ist dem Leben gegenüber totes Kapital. Die allzu glänzenden und verlockenden Goldtaler, zusammengerafft durch die Habsucht, im Schatten des Dämon Mammon, verlieren ihr Strahlen und ihre Anziehungskraft, mutieren hin zur einer abstrakten toten Größe sowie diese, für den reinen Aktionismus des Raffens, nicht weiter dienlich sind.

Reichtum, unter der Prämisse von Habsucht und Gier, ist alles andere als mondän und da auch von Geiz gegen sich selbst und andere beseelt, gesellschaftlich autokratisch vereinsamt und im Sinne der Urlaster, sich Gott immer weiter entfernend.