Ignoranz

Charaktere von hochmütiger Natur neigen oft auch zur sogenannten „Ignoranz“ – dem bewussten Verleugnen, dem nicht wahr haben wollen, dem wissentlichen Verneinen von Umständen, die der eigenen Vorstellung des Hier und Jetzt, um des eigenen Seelenfriedens und Wohlbefindens zu Liebe, entgegen stehen könnten: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Der Gipfel der Ignoranz […]

Unmäßigkeit

Der Begriff der Unmäßigkeit ist dem Sinne der Maßlosigkeit inhaltlich natürlich sehr verwandt. Im Kanon der sieben Todsünden umschreibt er im Grunde alle leiblichen Sinnesfreunden in denen sich der Sünder, wenn in ausschweifenden Ausmaßen praktiziert, verlieren kann: Trunksucht, Gefräßigkeit und Völlerei, welche letzten Endes immer zur Trägheit führen und den Menschen damit von Gott entfernt. […]

Habsucht I.

„Habsucht I.“, das erste Blatt, aus dem Jahr 2008, zu einem neuen Thema, einem neuem Zyklus. „Die 7 Todsünden“ in einem umfangreichen Zyklus, in all seinen möglichen Facetten der Interpretierbarkeiten thematisch und auch vielseitig – inhaltlich zeichnerisch nachkommen zu wollen, braucht Zeit und muss vor allem auch gedanklich reifen. Der erste Gedanke (wenn auch später […]

Überheblichkeit

Der Begriff Überheblichkeit alleine macht schon deutlich um was es bei dieser Untugend geht: Er suggeriert – das sich erheben über andere, bestärkt durch die eigene Ansicht besser, ja wertvoller zu sein als seine Mitmenschen. Dies alleine wiederspricht schon dem christlichen, aber auch ethischem Grundsatz von der Gleichheit der Menschen. Das Gleichnis vom Turmbau zu […]

Rachsucht

Dass diese Zeichnung vordergründig durch die Grausamkeit der Kreuzigung geprägt wird, ist unbestreitbar. Dennoch findet sich auch Versöhnliches in dieser markanten Arbeit. Der römische Soldat, „die“ klassische Schandfigur, (schon wegen des Speerstoßes) wenn es um die Darstellung der Kreuzigung Christi geht, positiviert sich hier in der Form, dass er sich, beschämt davon, da er wohl […]

Unkeuschheit

Im Kontext des Christentums steht der Begriff der Keuschheit (keusch aus lat. conscius, „bewusst“, lat. Castitas), für eine erstrebenswerte, sittliche Tugend des Menschen. Gleich bedeutend mit dem ethischen Konzept der Mäßigung, welches über die reine sexuelle Komponente dieses Begriffes weit hinaus geht. Die Keuschheit einer Person umschreibt somit vor allem auch dessen natürlich erworbene Schamhaftigkeit […]

Verdrießlichkeit

Der Begriff der sieben Todsünden wird u.a. gleich auch immer mit der Notwendigkeit von Enthaltsamkeit weltlicher Sinnesfreuden, gar großer Askese in Verbindung gebracht. Dies trifft in der Form natürlich nicht zu. Wie bei den meisten Dingen geht es auch beim Sündenkatalog um das richtige Maß, um die Verhältnismäßigkeit von Handlung und Auswirkung. Der Mensch kommt […]

Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist Eitel

Eitelkeit (lat. vanitas) ist die übertriebene Sorge um die eigene körperliche Schönheit oder die geistige Vollkommenheit, den eigenen Körper, das Aussehen und die Attraktivität oder die Wohlgeformtheit des eigenen Charakters. Das kann sich zum Beispiel darin ausdrücken, dass schon junge Menschen Stunde um Stunde mit Puderquaste, Schminke und Glätteisen vor dem eigenen Spiegelbild verbringen um […]

Wut

Im Gegensatz zu seinen Wortverwandten, rund um die Interpretierbarkeit der lateinischen Begrifflichkeit „IRA“, wie Zorn oder Hass, scheint die Wut eher ein rein persönlicher, eher spontan auftretender Gemütszustand, von nur begrenzter Dauer, zu sein. Der kollegiale Zustand dieser Art wird somit auch nicht als Volks- Wut, sondern als Volkszorn erklärt. Wütend kann man auf sich […]